Die erste Burganlage wurde Ende des 12 Jh. erbaut und besaß bereits eine äußere Umfassungsmauer auf der angriffsgefährdeten Süd- und Ostflanke, die in ihrer Lage in manchen Abschnitten der heutigen Burgmauer entsprach. Das Palasgebäude lag knapp über den Porphyrfelsen. Es wurde im Westen erbaut und erstreckte sich bis zum nördlichen Felsausläufer. Erst durch die neuesten Umbauarbeiten wurde eine Grundmauer mit Stützmauern eines turmartigen Gebäudes freigelegt. Proportionen und eingesetzte "Buckelquader" deuten auf einen möglichen "Bergfried" hin. Ebenfalls neu freigelegt wurde die ursprüngliche Regenwasserzisterne im Erdgeschoss des Palas, über der die Küche angelegt wurde (die heutige Zisterne).
Von den Umbauten vom 13. bis zum 15 Jh. gibt es wenige Hinweise, da die Burganlage unter den Herren von Völs von 1474 bis 1541 großzügig umgebaut worden ist. Ältere Mauerteile wurden leider für die Materialbeschaffung bis zum Felsen abgetragen, um somit dem neuen Umbau Platz zu machen. Dieser Umbau ist in der heutigen Anlage noch großteils erhalten geblieben. Wesentliche Kennzeichen sind die Überbauung der romanischen Anlage im Westen, die Doppelarkadenhalle im Ostflügel und die neue Erbauung des Palas als Nordflügel. Die Wehrmauer wurde neu angelegt und schloss bereits den vorderen und hinteren Burghof ein. Alle wichtigen Räume der 3-flügeligen Burg wurden mit wertvollen Freskenzyklen geschmückt. Jene des Nordflügels sind leider durch den Einsturz um 1880 nicht mehr erhalten und konnten im Zuge der neuesten Sanierung nur mehr als Fragmente sichergestellt werden.
Der letzte Umbau - geplant vom Architekten Dietmar Dejori - im Jahr 2001 bis 2002 erbrachte für die Burganlage eine Sanierung der bestehenden West- und Ostflügel, wobei hier die Doppelarkaden von störenden Einbauten des 18 Jhr. befreit wurden. Das eingestürzte Palasgebäude im Norden wurde neu aufgebaut, um der Burg die ursprüngliche 3-flügelige Grundform wieder zurückzugeben. Dieser Nordflügel erreicht jedoch nicht mehr die Ausmaße der früheren Anlage unter den Herren von Völs. Eine Aufwertung erfährt auch das Untergeschoss im Bereich des ehemaligen Burginnenhofes. Hier wurden alte zugeschüttete Kellerräumlichkeiten wieder freigelegt und in einen großen unterirdischen Saal eingebunden. In diesem ist nun auch die Basis des vermutlichen "Bergfriedes" erkennbar.
|